Die Wirkung der low-FODMAP-Diät erzielen - ganz ohne Verzicht? So kann es gelingen, sagt die Forschung.

Die gut-directed-hypnotherapy (auch Bauchhypnose oder Darmhypnose) wirkt neuesten Studien zufolge für das Reizdarmsyndrom vergleichbar stark wie eine low-FODMAP-Diät mit erheblichen Langzeiteffekten. Auch Audioversionen demonstrieren eine gute Wirksamkeit
Die gut-directed-hypnotherapy (auch Bauchhypnose oder Darmhypnose) wirkt neuesten Studien zufolge für das Reizdarmsyndrom vergleichbar stark wie eine low-FODMAP-Diät mit erheblichen Langzeiteffekten. Auch Audioversionen demonstrieren eine gute Wirksamkeit

Viele meiner regelmäßigen Leser und Zuschauer wissen bereits, dass ich ein großer Verfechter der so genannten "Bauchhypnose" (auch: Darmhypnose oder gut-directed hypnotherapy) bin. Durch mein Psychologiestudium und die spätere Tätigkeit in meiner Freien Praxis für Psychotherapie kam ich schon recht früh mit der medizinischen Hypnose in Kontakt und erlebte beispielsweise deren schmerzhemmende Wirkung in Seminaren am eigenen Leibe. Es ist schon sehr überzeugend, wenn man Akupunkturnadeln gestochen bekommt und dabei nicht benennen kann, an welchen Stellen des Armes sich die Einstiche befinden ...

Natürlich hat die Hypnotherapie durch ihre lange wechselhafte Geschichte auch eine "dunkle Seite", etwas faszinierendes und mystisches an sich. Doch umso mehr man sich mit diesem Phänomen beschäftigt, desto mehr wird man feststellen können, dass Hypnose etwas ganz banales und alltägliches ist. Dazu braucht es weder einen Guru, noch ein Pendel, sondern lediglich eine gewissenhaft geleitete Induktion und die sich selbst gegebene Erlaubnis tief und vorurteilsfrei zu entspannen und die Offenheit für neue Erfahrungen.

 

Bauchhypnose wirkt! Das zeigen inzwischen zahlreiche klinische Studien, über welche ich auch hier auf dem Blog schon oft berichtet habe. Deshalb möchte ich nur kurz auf einige Forschungsergebnisse verweisen, welche wphl besonders überzeugend sind.

Miller und Kollegen (2015) fassen die Erfahrungen mit insgesamt 1.000 Reizdarmbetroffenen zusammen, welche insgesamt 12 Einheiten Bauchhypnose über jeweils drei Monate erhalten hatten. Drei von vier Patienten sprachen auf die Hypnose positiv an (Verbesserung um mindestens 50 Punkte des Symptomscores), wobei die durchschnittliche Verbesserung sogar 129 Punkte betrug. Zusätzlich wurde die Lebensqualität stark verbessert. Die Tage, an welchen die Teilnehmer an Bauchschmerzen litten halbierten sich durch die Hypnotherapie von 18 auf 9. Diese Ergebnisse waren unabhängig vom Subtyp der Patienten (Durchfall, Verstopfung, alternierend).

In seinem Reviewartikel stellt Professor Palsson (2015) insgesamt 35 wissenschaftliche Untersuchungen vor, welche die Wirkung von Darmhypnose für gastrointestinale Beschwerden testeten (Schwerpunkt Reizdarmsyndrom). Jede einzelne dieser Studien zeigte einen signifikanten positiven Effekt, wobei sieben randomisierte und kontrollierte Studien an Erwachsenen die Überlegenheit gegenüber verschiedenen Kontrollgruppen demonstrieren und drei das gleiche für Kinder und Heranwachsende tun. Palssons Fazit lautet, dass man anhand der Evidenz uneingeschränkt konstatieren müsse, die Bauchhypnose sei höchst effektiv für die Behandlung des Reizdarmsyndroms und könne substantielle und vor allem auch langanhaltende Symptomlinderungen bringen.

Peters und Kollegen (2016) verglichen schließlich die Wirkungen der Hypnotherapie auf die Beschwerden des Reizdarmsyndroms mit denen der low-FODMAP-Diät, der heute oft empfohlenen "first-line-therapy". Reizdarmpatienten wurden dazu jeweils zufällig einem Behandlungsarm (Hypnose, low-FODMAP, Kombination aus beiden Maßnahmen) zugeordnet. Nach sechs Wochen zeigten alle Gruppen deutliche Verbesserungen mit ganz leichten Vorteilen für die Kombinationsgruppe, gefolgt von der Hypnotherapie. Interessanterweise zeigten drei von vier Patienten auch ein halbes Jahr nach den Hypnosesitzungen konsistente Verbesserungen. Die Wirkungen der Hypnotherapie sind denen der Ernährungsumstellung also ebenbürtig.

 

Aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit geschulter Therapeuten bzw. auch der Kostenintensivität bekomme ich immer wieder Mails mit der Frage nach Kollegen im ganzen Bundesgebiet, welche die Bauchhypnose anbieten. Leider muss ich dann allzu häufig passen. Allerdings gibt es eine weitere Möglichkeit, denn Studien belegen, dass eine Darmhypnose via CD oder Audiodatei den Einheiten beim Psychotherapeuten oder Arzt nicht unterlegen ist (Rutten und Kollegen, 2017). Zwar ist der Anfangserfolg beim Therapeuten etwas höher, denn hier spielen natürlich auch soziale Aspekte eine bedeutende Rolle, aber die Langzeiteffekte pegeln sich aus.

 

Nun muss ich gestehen, dass es im deutschsprachigen Raum noch einen Mangel an guten Audioangeboten zur Darmhypnose gibt. Doch nun bietet auch Professor Storr, welcher in unserer Community besonders durch seine guten Bücher und Hilfsmittel zur low-FODMAP-Diät bekannt ist, eine neue CD mit diesem Schwerpunkt an.

 

Im Folgenden möchte ich Ihnen die CD kurz vorstellen und Ihnen auch die Möglichkeit geben, kurz in einen Track hinein zu hören.

 

mehr lesen

Mythbusters: Was ist von der Colon-Hydrotherapie zu halten?

Die Colon-Hydrotherapie, also das gezielte Ausspülen des menschlichen Dickdarms mit Wasser oder Kräuterzubereitungen wird von vielen Naturmedizinern auch gegen die Beschwerden des Reizdarmsyndroms empfohlen. Bild: BirgitH via pixelio.de
Die Colon-Hydrotherapie, also das gezielte Ausspülen des menschlichen Dickdarms mit Wasser oder Kräuterzubereitungen wird von vielen Naturmedizinern auch gegen die Beschwerden des Reizdarmsyndroms empfohlen. Bild: BirgitH via pixelio.de

Innerhalb der psychotherapeutischen Sitzungen mit meinen Reizdarm-Klienten erfahre ich so einiges aus deren "Patientenkarriere". Es gibt eigentlich nichts, das mir noch nicht begegnet wäre. Wir sprechen hierbei über Stuhltransplantationen im "Do-It-Yourself-Gruppenverfahren", Eigenurintherapie, spirituelles Heilen über mehrere Kontinente hinweg oder Langstreckenflüge in die USA bzw. nach Australien, um sich dort von Experten der Funktionellen Medizin helfen zu lassen (vom Flug, über die Unterkunft bis hin zur eigentlichen Therapie auf eigene Kasse, versteht sich).

Sind die Beschwerden nur stark genug, setzen viele Betroffene jeden noch so schweren Hebel in Bewegung, um endlich wieder normal leben, lieben und arbeiten zu können. Und welches gewaltige Ausmaß die Einschnitte durch den Reizdarm annehmen können, das brauche ich Ihnen, liebe LeserInnen, wohl nicht zu erklären. Nicht umsonst surfen Sie gerade eben auf einer Selbsthilfeseite zum Thema Darmgesundheit ...

 

Zu den exotischeren Therapieverfahren gehört auch die so genannte "Colon Hydrotherapie". Sie gehört zum Bereich der Alternativ- und Komplementärmedizin. Auch wenn sie bei weitem noch nicht den Bekanntheitsgrad von Homöopathie oder Akupunktur erlangt hat, finden sich gerade unter Menschen mit chronischen Darmstörungen viele Verfechter der Methode. Und dies scheint nur folgerichtig. Schließlich propagieren unzählige Heilpraktiker und Naturärzte den Nutzen der Colon Hydrotherapie gerade für Betroffene von Reizdarmsyndrom, chronischer Verstopfung oder Nahrungsmittelallergien. So werde auch ich immer wieder mit der Darmspülung konfrontiert und nach meiner persönlichen Einschätzung dieses Behandlungsansatzes befragt.

 

  • Gibt es eigentlich wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit dieser Form der Darmspülung?
  • Wie sieht es mit relevanten Risiken und Gefahren aus?
  • Was passiert eigentlich mit unserem Mikrobiom, also der menschlichen Darmflora, wahrend und nach der Colon-Hydrotherapie?
  • Lohnt sich die Investition von 50-150€ pro Therapieeinheit für einen Reizdarmpatienten?

 

Diese und weitere Fragen meiner Klienten werden wir versuchen in den folgenden Abschnitten zu klären, damit auch Sie sich ein objektiveres Bild von der Colon-Hydrotherapie machen können. Wie immer orientieren wir uns dabei an wissenschaftlichen Arbeiten, zu deren Originaltexten Sie jeweils durch einen Klick auf die grün-hinterlegten Forschungsgruppen gelangen.

 

mehr lesen

Eine praktische kurze Yogaroutine lindert nachweislich die Beschwerden des Reizdarmsyndroms!

Yoga ist ein uraltes Bewegungs- und Entspannungssystem. Auch viele Menschen der westlichen Welt schwören heute auf dieses Training. Doch wussten Sie, dass Yoga für den Reizdarm in Studien teils effektiver war als Medikamente? Bild:Philipp Wiebe/pixelio.de
Yoga ist ein uraltes Bewegungs- und Entspannungssystem. Auch viele Menschen der westlichen Welt schwören heute auf dieses Training. Doch wussten Sie, dass Yoga für den Reizdarm in Studien teils effektiver war als Medikamente? Bild:Philipp Wiebe/pixelio.de

Wenn ich meinen Klienten mit einem Reizdarmsyndrom oder einer anderen Darmstörung das erste Mal eine tägliche Yoga- oder besser Bewegungspraxis ans Herz lege, schauen mich viele von ihnen erst einmal fragend an. In ihrem Gesichtsausdruck spiegelt sich dann häufig eine Mischung aus offener Ablehnung, Überraschung oder sogar Enttäuschung wider. Wie kann ein Typ wie ich, der sich sonst so stark auf die Wissenschaft beruft, der hauptsächlich über Mastzellen, Mikroentzündungen und das Mikrobiom schreibt, einen solchen "Firlefanz" empfehlen? Yoga, das mieft nach Spiritualität, nach Hippiedasein. Es gehört definitiv eher in die Ecke der Alternativmedizin, zu den vielen Heilpraktikern, Gurus und Geistheilern, nicht wahr? Vor allem die Männer tun sich mit dieser Empfehlung besonders schwer.

 

Machen wir einen Versuch: Nennen wir diese Empfehlung für die nächste Minute einfach nicht "Yoga", sondern verwenden ein trendigeres Wort, welches nicht mit so vielen Vorurteilen behaftet ist. Nehmen wir uns doch vielleicht etwas aus dem MMA oder aus dem Crossfit! Wie wäre es beispielsweise mit "Joint Mobility"? Gestattet das Ihnen, liebe Herren, den Artikel bis zum Ende vorurteilsfrei zu lesen? Ich hoffe es für Sie! Denn sonst bringen Sie sich um eine der wichtigsten Komponenten im täglichen Kampf um die Heilung des Reizdarmsyndroms.

Ganz ähnlich wie bei der Meditation, oder auch der Akupressur (siehe das letzte Video), ist es für westliche Menschen oft sinnvoll, die Begriffe aus ihrem spirituell und kulturell aufgeladenen Kontext herauszulösen und den theoretischen Überbau konkret zu hinterfragen. Wir wissen beispielsweise, dass Akupuntur und Akupressur beim Reizdarm signifikant besser wirken als Plazebo. Ob wir aber dem von der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) vorgegebenen Systematiken folgen (Elementelehre, Energiemeridiane), hat Studien zufolge keinerlei Einfluss auf die Effektivität. Heute nutzen tausende Psychotherapeuten und noch viel mehr Laien die Konzepte der Achtsamkeitsmeditation und sind dabei wahnsinnig erfolgreich, ganz ohne letztendlich zum Zen-Buddhisten zu mutieren, sich in safranfarbene Gewänder zu hüllen und dabei permanent in Rätseln zu sprechen. Und so ist es auch mit dem Yoga. Sie müssen nicht summen, keine Elefantengötter anbeten und auch keine "höhere Stufe der Einsicht" erklimmen. Sie müssen auch keine extremen Verrenkungen erlernen, wenn Sie das nicht möchten. Auch wenn Ihnen das einige Gurus aus Marketingzwecken vielleicht weismachen wollen: Meditation, Akupressur und auch Yoga sind nichts besonderes. Sie umweht kein mystischer Hauch und es braucht auch keine besonderen Techniken oder Einweisungen (außer vielleicht bewegungsspezifsch-physiotherapeutische). Die Belastung mit solchen Begrifflichkeiten schadet nur und schreckt viele interessierte Menschen ab. Dabei ist es ganz einfach. Es geht schlicht und ergreifend darum, dass Sie es machen! Vielleicht gelten Sie dann in einigen Großstadtcliquen nicht als hip, weil Sie keine höheren Einsichten über die Welt erlangen oder in irgendeinen verlassenen Tempel in Asien pilgern um dort zu fasten, aber Ihrem Reizdarm werden Sie so trotzdem helfen. Das beweisen inzwischen viele wissenschaftliche Untersuchungen.

 

In diesem Artikel werde ich deshalb die bisher durch die Forschung erfassten Daten kurz vorstellen und schließlich auch eine kurze Yogaroutine beschreiben, welche Sie ganz leicht zuhause umsetzen können. Genau diese Übungsfolge hat sich in einer randomisierten und kontrollierten Studie bewährt.

 

mehr lesen

Die drei effektivsten Schritte für eine den Reizdarm befriedende Ernährung (Spoiler: GI-endokrine Zellen)

Die Ernährung beim Reizdarmsyndrom ist einer der wichtigsten Faktoren zur Vermeidung oder Provokation von Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Doch wie sollte die "perfekte" Basiskost beim Reizdarm aussehen? Bild: adel/pixelio.de
Die Ernährung beim Reizdarmsyndrom ist einer der wichtigsten Faktoren zur Vermeidung oder Provokation von Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Doch wie sollte die "perfekte" Basiskost beim Reizdarm aussehen? Bild: adel/pixelio.de

Geht es Ihnen vielleicht ähnlich wie vielen meiner Klienten? Diese kommen oft zum Erstgespräch und sind tatsächlich umfassend informiert. Mastzellen, FODMAPs, Störungen bei der Gallensäureregulation, Probiotika und die Auswirkungen dysfunktionaler Gedankenmuster auf körperliche Beschwerden - zu all diesen und vielen weiteren für das Reizdarmsyndrom relevanten Themen haben meine Klienten wertvolles und richtiges beizusteuern. Manchmal denke ich still und heimlich:

 

Wie soll ich ihr oder ihm denn eigentlich noch helfen? Eigentlich besitzt er das ganze Handwerkszeug, um eine effektive Therapie zu beginnen.

 

Doch nach unzähligen solcher Begegnungen glaube ich zu verstehen, was die Menschen davon abhält, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Die vielen Informationen waren schlicht und ergreifend zu viel. Zahlreiche, teilweise konträre Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung, unterschiedliche Empfehlungen von Betroffenen und sehr sehr viel Marketing trüben den Blick auf das Wesentliche.

Nehmen wir allein den Ernährungsbereich als gutes Beispiel. Es gibt zahlreiche Diäten, welche für sich beanspruchen, die Beschwerden des Reizdarmsyndroms zu lindern. Dazu gehören die low-FODMAP-Diät, die glutenfreie Kost, die Spezielle Kohlenhydratdiät (SCD), die aus der SCD entstandene GAPS-Diät (Gut-and-Psychology-Syndrome), die Fast-Tract-Diät zur Beeinflussug der Dünndarmfehlbesiedlung usw. Zumindest für die ersten beiden Kostformen liegen eindeutige Forschungsergebnisse beim RDS vor, für die SCD bei Morbus Crohn und Kolitis ulcerosa. Aber damit nicht genug! Zahlreiche populäre Diäten, welche sich aktuell immer weiter in der Gesellschaft verbreiten, nehmen für sich in Anspruch auch die Leiden des RDS zu beheben. So finden wir Vertreter der veganen (Roh)Kost gleich neben den butterliebenden Vermarktern einer ketogenen Ernährung. Und wie war das eigentlich mit diesen Ballaststoffen? Sind diese gut oder schlecht beim RDS? Einige Ärzte schwören ja darauf, während Studien etwas ganz anderes zeigen. Resistente Stärke, Nachtschattengewäche, unlösliche Ballaststoffe, Galaktooligosaccharide, Histamin, Salicylate. Sie merken schon, wir beide könnten einfach ewig zusammen so weiter machen.

Aber das klärt unser Dilemma und das meiner Klienten nicht auf, sondern verschlimmert es nur. Der Informations(über)fluss lähmt letztendlich die Handlungsperspektive. Frei nach dem Motto: "Wenn ich nichts mache, mache ich wenigstens auch nichts verkehrt". Doch damit ist natürlich niemandem geholfen.

 

Ich möchte nämlich, dass Sie da draußen vor dem Bildschirm, ja genau Sie, endlich wieder Ihr Leben genießen können! Unsere Welt hat so viel Schönheit, Spannung und Liebe zu bieten, warum sollten Sie einsam und frustriert auf der Toilette hpcken oder sich vor Shmerzen mit einer Wärmflasche auf dem Sofa krümmen?

 

Um endlich etwas Ordnung in die vielen Informationen im Ernährungstherapiedschungel beim Reizdarmsyndrom zu bringen, möchte ich Ihnen deshalb heute die drei essentiellen Schritte bei der Ernährungsumstellung vorstellen. Egal ob Keto, SCD, Paleo oder vegan - wenn Sie diese Schritte konsequent umsetzen, werden Sie Erfolg haben. Eine wissenschaftliche Begründung werde ich für die rationalen Typen unter Ihnen natürlich auch wieder mitliefern. Meine Ausführungen folgen dabei den Professoren Mazzawi und El-Sahy aus Norwegen, welche ihre Erkenntnisse im Fachjournal für Molekularmedizin vorstellten.

 

Doch genug der langen Vorrede. Packen Sie es an und starten Sie mit mir in ein neues, schmerzärmeres und schöneres Leben!

 

mehr lesen

Die wirkungsvollsten Medikamente gegen Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe!

Bauchschmerzen und schneidende Bauchkrämpfe gehören neben Stuhlveränderungen wie Durchfall oder Verstopfung zu den Leitsymptomen des Reizdarmsyndroms. Inzwischen gibt es für die Betroffenen aber wirkungsvolle Therapien. Bild: Jutta Rotter/pixelio.de
Bauchschmerzen und schneidende Bauchkrämpfe gehören neben Stuhlveränderungen wie Durchfall oder Verstopfung zu den Leitsymptomen des Reizdarmsyndroms. Inzwischen gibt es für die Betroffenen aber wirkungsvolle Therapien. Bild: Jutta Rotter/pixelio.de

Ja, ich fühle mich tatsächlich schuldig! Meine lieben Leser haben wieder einmal recht behalten. Ich habe einige Subtypen des Reizdarmsyndroms sträflich vernachlässigt. Ich gebe es zu! Das mag daran liegen, dass ich selbst jahrelang unter schwerem Durchfall litt, oder aber daran, dass meine Klienten in der Psychotherapie hauptsächlich über dieses Symptom klagen. Wer weiß das schon so genau. Auf jeden Fall fand ein unbewusster Selektionsprozess statt, welchen ich nun feierlich durchbrechen möchte. Beginnen möchte ich mit Zusammenstellungen der wirkungsvollsten Medikamente für die jeweiligen verbleibenden Hauptsymptome - Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung.

Jedes dieser Symptome ist schon für sich genommen eine wahre Landplage, aber beginnen möchte ich dennoch mit dem verbindenden Element, den Bauchschmerzen nämlich. Die noch recht neuen ROM-IV-Kriterien, also die gängigen Diagnosekriterien für Ärzte und Wissenschaftler, fordern beispielsweise das Vorhandensein von wiederkehrenden Bauchschmerzen in Verbindung mit Stuhlveränderungen (Konsistenz oder Frequenz) oder Defäkation. Der Begriff "abdominal discomfort", wohl am ehesten mit Unwohlsein oder Unbehagen zu umschreiben, wurde zugunsten des Wortes Schmerz ersatzlos gestrichen. Wer einen Reizdarm hat, der hat also per definitionem auch Bauchweh.

Diese Bauchschmerzen können nun mit einem stuhlgangsbezogenem Subtyp einhergehen (Verstopfung, Durchfall oder beide Symptome im Wechsel) oder eben für sich allein stehen, denn viele Wissenschaftler und Praktiker beschreiben einen "Schmerz- und Blähtyp", welcher keine klassischen Stuhlveränderungen zeigt, dessen Beschwerden sich aber mit dem Stuhlgang bessern oder sogar verschlimmern.

 

Viele Betroffene versuchen leider immer noch, diese Beschwerden mit traditionellen Schmerzmitteln zu besänftigen, was nicht nur wenig zielführend und effektiv, sondern auch mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden ist. In meiner heutigen Übersicht möchte ich deshalb die Medikamente vorstellen, welche sich in klinischen Studien als wirkungsvoll gegen Bauchschmerzen im Rahmen des Reizdarmsyndroms herausgestellt haben. Ich folge dabei einem Review von Chen, Ilham und Feng im Fachjournal "Anesthesiology and Pain Medicine" (2017).

 

So lernen Sie hoffentlich sinnvollere Methoden kennen, um den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.

 

mehr lesen