Artikel mit dem Tag "Psyche"



Zucker wirkt in seiner reinen kristallinen Form nicht wie ein typisches Nahrungsmittel, sondern wie eine Chemikalie. In Studien konnte konsistent nachgewiesen werden, dass der Konsum von Zucker psychoaktive Effekte produziert. Die dabei erlebten Belohnungsmechanismen wirken handlungssteuernd und sind mit denen von bspw. Kokain vergleichbar. Zucker ist außerdem dazu in der Lage, alle Anzeichen einer Abhängigkeitserkrankung hervorzurufen: Bingeing, Entzugserscheinungen und Toleranzbildung.
Eigentlich kennen wir diesen Befund schon sehr lange: Unter den Betroffenen des Reizdarmsyndroms befinden sich signifikant mehr Missbrauchsopfer als in Vergleichsgruppen. Leider reagieren viele Patienten immer noch sehr gereizt, wenn ihre Ärzte oder Psycholotherapeuten dieses Thema anschneiden. Natürlich muss man differenzieren: Nicht jede Betroffene bzw. jeder Betroffene hat als Kind ein psychisches Trauma erlitten. Es gibt auch ganz andere Gründe für ein RDS - bspw. infektiöser Natur....

In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte ein deutlicher Zusammenhang zwischen Gluten und Störungen wie Angsterkrankungen/Phobien und Depressionen gezeigt werden.
In unserem kürzlich erschienen Artikel zur wissenschaftlich erwiesenen Möglichkeit der Heilung des Reizdarmsyndroms durch Glutenverzicht haben wir darauf hingewiesen, dass ein absoluter Getreideverzicht für alle Menschen (wie in vielen Bestsellern propagiert) unserer Meinung nach nicht nötig bzw. sinnvoll ist. Eine krasse Ausnahme stellt dabei das Reizdarmsyndrom dar, bei welchem ein Glutenverzicht nach einem halben Jahr zur Normalisierung der Darmbeschwerden in immerhin 37% der...
"WOW", ging mir und vielen anderen Menschen auf Facebook vor einigen Tagen durch den Kopf, als wir einen Text von Gerd Jeske, einem der Moderatoren der dortigen Morbus-Crohn-Gruppe, gelesen hatten. Gerd beschreibt in beeindruckenden und vor allem berührenden Worten das Innenleben von Darmpatienten und auf was sich Menschen, welche sich mit uns umgeben, lieber einstellen sollten. Dabei geht es aber nicht nur um unsere kleinen Macken, sondern auch darum, welche Vorteile uns unsere individuelle...

Warum sind einige chronische Erkrankungen scheinbar schwieriger zu ertragen als andere? "Ganz einfach!", würden die meisten von uns wohl im ersten Augenblick antworten. "Je stärker und beeinträchtigender die Symptome im Alltag sind, desto schlechter ist die Krankheit zu bewältigen bzw. zu managen. Die individuell empfundene Lebensqualität sinkt." Das klingt natürlich einleuchtend, hat aber einen entscheidenden Haken: Die wissenschaftliche Erfahrung liefert regelmäßig Gegenbeweise für...
Gestern hörte ich in einem Podcast über Ernährungspsychologie eine Geschichte, welche mir schon einmal von einem meiner Professoren erzählt worden war: Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirksamkeit eines neuen Krebsmedikamentes erhielten Patienten entweder eine Pille mit dem entsprechenden Wirkstoff oder ein Plazebo. Das interessanteste, aber auch gruseligste, Phänomen an dem Versuch war, dass bei einem Großteil der Plazebogruppe Nebenwirkungen eintraten, die eigentlich...

Hypnose beim Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sodbrennen, Reizmagen etc.
Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte die Hypnose einen schweren Stand. Oft wurde sie als Hokuspokus abgetan und man verband mit dem Begriff am ehesten die Bühnenshows amerikanischer Magier, welche gleich 100 Probanden auf einmal kollektiv in den Trancezustand schicken und verrückte Dinge tun lassen. Doch langsam aber sicher ändert sich dieses Bild eines zu unrecht verlachten Verfahrens. Vor allem der verstärkte Einsatz von medizinischen Hypnosetechniken etwa beim Zahnarzt oder der...