Unser Begleiter zum Reizdarmsyndrom

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Reizdarm, Stigma und Lebensqualität

Was denkt unser Umfeld über uns Reizdarmpatienten? Stigmatisierungen sind beim RDS leider häufig.
Bild: Stephanie Hofschlaeger via pixelio.de

Das Reizdarmsyndrom gilt heute trotz vieler neuer Erkenntnisse im Bereich der Pathophysiologie der Erkrankung (Beteiligung der Mastzellen, Mikroentzündungen etc.) als funktionelle Störung, zu deutsch - es handelt sich um eine Erkrankung ohne relevanten labormedizinischen oder histologischen Befund. In den ersten Jahrzehnten nach der Entstehung dieses Syndromkonzeptes wurden deshalb auch verstärkt psychologische Ursachen diskutiert. Dies begründeten die Ärzte mit ersten in Umfragen und Beobachtungsstudien erzielten Ergebnissen: RDS-Betroffene berichteten signifikant häufiger über traumatische Kindheitserfahrungen, erlebte psychiatrische Symptome (Depressionen, Angst, Vermeidungsverhalten) und zeigten oft ein spezifisches Persönlichkeitsprofil (Perfektionismus, zur Unterordnung neigend, aufopferungsvoll etc.).

Durch diese Charakterisierung der Außenwelt bzw. der Fachkreise erlebten die Erkrankten umgehend eine starke Stigmatisierung, im Sinne folgender Aussagen:

 

  • Du bist nicht wirklich krank.
  • Du müsstest dich nur einmal zusammenreißen.
  • Du willst dich nur drücken, bist nur zu faul.
  • Irgendetwas was du tust, schadet dir.
  • Du warst noch nie zu etwas zu gebrauchen.

 

Sehr häufig bleibt es aber nicht bei dieser wahrgenommen Stigmatisierung. Die vom Reizdarm betroffenen Personen machen sich diese Zuschreibungen zumindest teilweise zueigen und schaden sich dadurch psychologisch, aber auch körperlich, massiv selbst.

Im folgenden Artikel möchte ich auf die Gründe hinter diesem Teufelskreis eingehen.

 

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Welche natürlichen Mittel helfen bei einer Depression?

Naturheilkunde und Pflanzenheilkunde helfen gegen Depressionen
Bild: www.helenesouza.com via pixelio.de

Zu den am häufigsten gestellten Fragen in meiner ganzheitlich-orientierten Praxis für Psychotherapie gehört gewiss jene nach naturheilkundlichen bzw. pflanzlichen Alternativen zu den bekannten Psychopharmaka bei Depressionen und Ängsten. Ich bin nicht unbedingt ein Gegner von pharmazeutischen Antidepressiva etc., doch wie viele meiner Klienten sehe ich deren übermäßigen Einsatz, das Verlassen auf deren Langzeitwirkung (passiver vs. aktiver Lösungsstil) und natürlich deren zahlreiche Nebenwirkungen kritisch. Dennoch bin ich dankbar, dass es diese Medikamente für schwere Krisensituationen gibt.

Eine leichte bis mittelgradige Depression gehört leider zu den häufigsten Begleiterkrankungen eines längerfristig bestehenden Reizdarmsyndroms und kann die Grunderkrankung noch schlimmer machen, die Lebensqualität und vor allem die Leistungsfähigkeit (etwa im Berufsleben) weiter einschränken. Aus diesem Grund möchte ich hier kurz klinisch-erprobte und evidenz-basierte Möglichkeiten vorstellen, wie man Depressionen auf natürliche Art und Weise besänftigen kann, ohne gleich schwere Geschütze auffahren zu müssen.

 

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Let´s get ready to ruuumble: Hypnose vs. Low-FODMAP

Hypnose oder low-FODMAP-Diät: Was hilft besser beim Reizdarmsyndrom?
Bild: pepsprog via pixelio.de

Vielleicht haben Sie es als regelmäßiger Leser schon mitbekommen? Ich sehne mich im Dschungel der wissenschaftlichen Versuche nach klaren Systematiken. Welches Konzept hilft den meisten Reizdarmpatienten? Gibt es eine Ernährungsumstellung, welche besser für Durchfall geeignet ist, während eine andere vielleicht eher bei Blähungen hilft? Solche Fragen kann man generell toll durch komparative bzw. vergleichende Studien beantworten, aber daran mangelte es in den vergangenen Jahren leider noch.

Umso größer war dann der Schreck, als eine schwedische Studie zeigte, dass die low-FODMAP-Diät (bis heute immer noch wahnsinnig erfolgversprechend in wissenschaftlichen Untersuchungen) den klassischen Ernährungsempfehlungen beim Reizdarm nicht überlegen war. Hatte man die Möglichkeiten der low-FODMAP-Ernährung über-, oder eher den Nutzen einer klassischen Ernährungsberatung unterschätzt? Auf jeden Fall verschob das Ergebnis das Augenmerk der Forscher auch auf andere Mechanismen.

 

Vor kurzem erschien ebenfalls eine tolle klinische Arbeit, welche unsere Aufmerksamkeit erregte. Es ging darin um nicht weniger, als um den Kampf zwischen Körper und Seele, Biologie und Unterbewusstsein, Materie und Geist ... Nun gut, ganz so dramatisch war es nicht, aber die Forscher verglichen die Auswirkungen der Bauchhypnose mit denen einer low-FODMAP-Diät auf Patienten mit einem Reizdarmsyndrom. Da wir mit beiden Methoden arbeiten, waren wir natürlich besonders gespannt auf das Ergebnis.

 

 

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Schlechter Schlaf = Reizdarmschub.

Manche Betroffene reagieren immer noch mit Ablehnung oder Unverständnis auf unsere ganzheitliche Sicht des Reizdarmsyndroms. Man soll tatsächlich sein ganzes Leben auf den Kopf stellen, "nur" um einer aus der Bahn geratenen Körperfunktion wieder Herr zu werden? Bewusst essen, sich bewegen, mehr in die Natur gehen, aktives Stressmanagement betreiben sind alles tolle, aber anstrengende Dinge, bis sie zur Routine geworden sind. Und nun sollen Sie auch noch länger und besser schlafen? So ist es, denn genau wie die anderen genannten Faktoren hat die Schlafqualität direkten Einfluss auf die Reizdarmsymptome. Alle diese Dinge sind übrigens wissenschaftlich bestätigt worden. Auch wenn eine "Mach-alles-wieder-gut"-Kapsel sicherlich eine tolle Erfindung wäre, wird es diese nicht geben, denn dafür ist das Reizdarmsyndrom eine viel zu komplexe und heterogene Erkrankung.

 

In diesem Zusammenhang (einfache Lösung): Wussten Sie eigentlich, dass die British Dietetic Association in einem systematischen Review systematischer Reviews und randomisierter kontrollierter Studien 2016 zu dem Ergebnis kam, dass 40% der bisher für den Reizdarm getesteten Probiotika gar keine Wirkung zeigten und auch die anderen 60% nicht dauerhaft verallgemeinerbar den Symptomscore oder die Lebensqualität besserten? So einfach ist es eben nicht, auch wenn uns einige Marketingabteilungen dies gern weis machen möchten ...

 

Doch nun zum Schlaf ...

 

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Mandeln verändern die Darmflora besser als die meisten Supplemente

Mandeln verbessern die Darmflora und sind eine tolle Unterstützung bei der Darmsanierung.
Bild: Verena Münch via pixelio.de

Wer unseren Blog oder unsere Videos verfolgt weiß, dass wir einige Faktoren ganz besonders herausheben, welche die Darmflora nachweislich zum Positiven verändern und damit einen Hauptmechanismus für das Reizdarmsyndrom außer Kraft setzen können. Dazu zählen vor allem eine sinnvolle Ernährungsumstellung, Präbiotika in Form von Lebensmitteln und Supplementen, körperliche Ertüchtigung, eine gutes Schlafverhalten und auch Stressmanagement. Wer glaubt, er könne seine Darmflora allein mittels einzelner probiotischer Stämme in Kapselform beeinflussen, der ist leider auf dem Holzweg. Dies besagen viele Studien und auch Professor Sonnenburg, eine Koryphäe im Bereich Darmflora bzw. besser: Mikrobiom, bestätigte dies noch einmal in unserem Interview.

Im Bereich Ernährungsumstellung gibt es ein paar ganz besondere Fundstücke, welche die Darmbakterien selektiv anzufüttern scheinen. Das bedeutet, dass sie probiotische bzw. nützliche Stämme zum Wachstum anregen, während dies für schädliche Stämme nicht der Fall zu sein scheint. Im Gegenteil: Ungünstige Stämme werden in ihrem Wachstum gehemmt und Stück für Stück zurückgedrängt.

 

Neben dem Supplement Bimuno (Wirkstoff: B-Galaktooligosaccharide) über dessen exzellente Studienlage wir bereits ausführlich berichtet haben, scheinen auch handelsübliche Mandeln über ähnliche Fähigkeiten zu verfügen. Dies lassen interessante Studien vermuten.

 

 

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