Unsere fünf Leitkriterien

 

Bei unserer ersten Besprechung und Gedankensammlung zum Projekt definierten wir fünf Leitkriterien, welche unsere Arbeit in Zukunft bestimmen sollten.

 

 

  • evidenz-basiert

 

Alle unsere Artikel über Ursachen und Therapiemöglichkeiten des Reizdarmsyndroms sollten in der Wissenschaft verankert und möglichst an einer großen Zahl betroffener Versuchspersonen klinisch erprobt worden sein, um unsere Leser vor unkalkulierbaren Nebenwirkungen und ineffektiven "Marketingfallen" zu schützen.

 

 

  • aktuell

 

Unsere Artikel, Kommentare und Videos sollen den aktuellen Forschungsstand widerspiegeln und damit helfen, inzwischen überholte aber immer noch sehr hartnäckige Vorurteile ("Bei einem RDS gibt es keine körperlichen Veränderungen") zu entkräften.

 

 

  • praxis-orientiert

 

Kennen Sie das Gefühl einen Ratgeber zur Erkrankung gelesen zu haben und immer noch nicht zu wissen, was Sie nun konkret tun können, um sich besser zu fühlen? Jeder unserer Artikel soll unseren Lesern das Gefühl geben, dass Sie einen Schritt weiter gekommen sind, d.h. etwas neues gelernt haben oder aber eine konkrete Handlung folgen lassen können (Diät, Supplement, Psychotrick usw).

 

 

  • unabhängig

 

Wir müssen Ihnen nichts verkaufen und haben auch keine Verbindungen zu Pharmafirmen oder Therapeuten. Das bedeutet u.a. auch, dass wir nichts schönreden müssen und Unbrauchbares vom Sinnvollen radikal trennen können. Wir finanzieren die Kosten für das Portal über Käufe in unserem Partnershop und unseren Leitfaden.

 

 

  • selbst-betroffen

Wir Autoren sind selber betroffen. Das macht bei der Betrachtung mancher Dinge sicherlich einen erheblichen Unterschied. Obwohl wir auch die Therapeutenperspektive kennen (bei uns schreiben Ernährungsberater, Psychologen etc.), wissen wir persönlich um die Ängste, die Schmerzen und die Verzweiflung, welche diese oft marginalisierte Erkrankung oft mit sich bringt.

 

 

Wir sind nicht wie die anderen!

 

Als wir das Projekt Reizdarmtherapie.net im Jahre 2014 ins Leben riefen, geschah dies vor allem, um einen Gegenpol zu vorhandenen "Informationsportalen" zu schaffen. Als selbstbetroffene RDS-Mitleidende waren wir natürlich auch in der Vergangenheit auf diese gestoßen. Erst mit der Zeit und nach vielen Fettnäpfchen begriffen wir, dass diese häufig ein sehr einseitiges Bild der Wirklichkeit zeichneten und oft auch nicht auf dem aktuellen Stand waren.

Das für uns unschönste Problem war und ist dabei die Dominanz gewinnorientierter Informationsanbieter in den Suchmaschinen, welche sich als seriöse und neutrale Webseiten zum Thema RDS "tarnen". Dass diese Seiten für bestimmte Produkte bzw. Pharmafirmen stehen, erfährt man höchstens im zugehörigen Impressum, und ganz ehrlich: Wer schaut da schon immer rein, wenn er nur einige hilfreiche Infos sucht?

Auf jeden Fall braucht es uns Betroffene dann nicht zu wundern, dass kostengünstige und klinisch-erprobte Verfahren wie die low-FODMAP-Diät oder die gut-directed Hypnotherapy dort überhaupt nicht auftauchen, während Probiotikum xy über den "grünen Klee" gelobt wird.

 

Doch auch einige Seiten seriöser Anbieter haben durchaus Makel. So finden wir auf vielen Infoseiten von Gastroenterologen und Kliniken mitunter veraltete Informationen wie "Die Ernährung spielt beim RDS keine Rolle" oder "Ballaststoffe helfen gegen Verstopfung und Durchfall", während neuere Erkenntnisse zum Mikrobiom oder der Dünndarmfehlbesiedlung oft ganz fehlen.

Inzwischen (2016) können wir glücklicherweise behaupten, dass man als RDS-Leidender nicht mehr unbedingt auf englisch-sprachigen Seiten suchen muss, um aktuelle und verlässliche Informationen zu erhalten.