Nur eine Gesundheitsseite unter vielen? Nö!

2013 startete ich mit meinen ersten kurzen Blogposts das Projekt Reizdarmtherapie.net. Ich hatte die Dominanz der kommerziellen Internetseiten, welche sich als neutrale Informationsportale gerierten, sowas von satt. Bei dem Gedanken, wie mir einige Probiotikahersteller, Heilpraktiker und große Pharmafirmen auch heute noch ihre überteuerten Produkte und Therapieansätze als "den Durchbruch bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms" verkaufen wollen, läuft mir als inzwischen erfahrenem Betroffenen vor Wut die Galle über! Wo waren denn die unabhängigen Informationen, die Studienergebnisse, die Praxisanleitungen? Warum kamen kostenlose bzw. kostengünstige, aber laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen weitaus wirkungsvollere Therapiemethoden wie die low-FODMAP-Ernährung oder die darmbezogene Hypnotherapie auf diesen Seiten gar nicht erst vor? Weil mit uns Patienten massiv Geld verdient wird und das schnelllebige Internet nun einmal der Markt der Zukunft ist. Basta! Aus diesem Grund wird beeinflusst, manipuliert und verschwiegen was das Zeug hält.

 

Damals dachte ich ganz unschuldig: Wenn es so etwas wie ein unabhängiges und nicht-kommerzielles Medium für Patienten mit Darmstörungen noch nicht gibt, dann musst du es eben selber erschaffen!  Natürlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Ahnung, wie viele Arbeits- und Recherchestunden in dieses Projekt fließen würden ...

 

Zu Beginn meiner Schreibarbeit formulierte ich fünf zentrale Thesen, an denen sich mein Projekt in Zukunft messen lassen sollte. Um mich und meine Arbeit besser kennen zu lernen, möchte ich dir diese fünf Zielvorgaben nun gern etwas konkreter präsentieren.

 

evidenz-basierte Fakten liefern!

Alle meine Artikel über Ursachen und Therapiemöglichkeiten des Reizdarmsyndroms sind in der Wissenschaft verankert. Behandlungsempfehlungen wurden zuvor an einer möglichst großen Zahl betroffener Versuchspersonen klinisch erprobt, um dich und andere Leser vor unkalkulierbaren Nebenwirkungen und ineffektiven "Marketingfallen" zu schützen. Zu allen kritischen Aussagen in meinen Texten finden sich deshalb immer Querverweise zu den jeweiligen wissenschaftlichen Originalarbeiten. Du bist hiermit zum kritischen Lesen ermuntert. Prüfe dir unschlüssig scheinende Ausführungen bitte nach! 

 

Immer am Puls der Zeit sein!

Die Artikel, Kommentare und Videos spiegeln den aktuellen Forschungsstand des Veröffentlichungszeitpunktes wider. Mein erklärtes Ziel ist es dabei,  inzwischen überholte aber immer noch sehr hartnäckige Vorurteile zu entkräften.

Einige Beispiele für diese veralteten Stigmata wären:

  1. Das Reizdarmsyndrom ist eine psychogene Erkrankung, da es keine mess- oder sichtbaren körperlichen Veränderungen gibt.
  2. Die Ernährung hat keinen Einfluss auf das Reizdarmsyndrom und seine Beschwerden.
  3. Eine effektive Behandlung des Reizdarms ist nur symptomatisch mittels verschiedener Medikamente möglich. 

 

Infos aus dem Labor in die Wohnzimmer übersetzen!

Kennst du das Gefühl einen Ratgeber zur Erkrankung gelesen zu haben und immer noch nicht zu wissen, was du nun konkret tun kannst, um dich endlich besser zu fühlen? Jeder neue Artikel auf dieser Seite sollte dir das Gefühl geben, dass du schon durch das Lesen einen Schritt weiter gekommen bist. Er soll dir einen Mehrwert bieten. Das könnte eine neue Information bezüglich weiterer Labordiagnostik sein, ein zu testendes Nahrungsergänzungsmittel, ein Ernährungsfahrplan oder andere nützliche Inhalte.

Aktuell verunsicherte Betroffene, welche sich ihrer Erkrankung und den Symptomen ausgeliefert fühlen, sollen in einen proaktiven Zustand versetzt werden

 

Unabhängig und nicht-kommerziell arbeiten!

Ich vertreibe auf meinem Blog keine Produkte wie E-Books, Online-Kurse, Bücher oder Probiotika. Ich habe auch keine Verbindungen zu Pharmafirmen, Therapeuten oder sonstigen Anbietern. Meine Arbeit auf dem Blog ist ehrenamtlich und nicht-kommerziell, was erst eine absolute Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Themen gewährleistet. Weder muss ich etwas schönreden, noch muss ich mich mit einer Konkurrenz beschäftigen. Produkte empfehle ich nur aus persönlicher Überzeugung, oder wenn die wissenschaftliche Datenlage erdrückend ist. 

 

Die Serverkosten etc. finanzieren du und andere Leser über Spenden und den Einkauf über meine Amazon-Empfehlungen. Vielen lieben Dank, dass du mir einen unabhängigen und geraden Blick auf dieses Thema ermöglichst! 

 

Aus eigener Erfahrung sprechen!

Ich bin selbst seit vielen Jahren von den gleichen Beschwerden betroffen wie du selbst gerade. Auch wenn dies natürlich kein notwendiger Faktor ist, um sinnvoll und gut über die Therapie von Erkrankungen berichten zu können, bringt es doch so einige Vorteile mit sich. Zum einen musste ich selber in viele Fettnäpfchen treten und weiß heute, wie man diese umgeht. Ich kenne die Arzt-Odysseen, die manchmal unaushaltbaren Schmerzen, die Zukunftsängste nach der dritten Krankschreibung im Quartal und die Geldgier vieler "Therapeuten" aus eigener Erfahrung. Dadurch kann ich mich ganz gut in die Situation anderer Betroffener hineinversetzen.  

 

Im Übrigen nehme ich bei allen Veröffentlichungen beide Perspektiven zugleich ein: Seit über 15 Jahren bin ich nun Patient und seit mehr als fünf Jahren arbeite ich nun mit Klienten im Bereich der psychosomatischen Psychotherapie. Es gibt inzwischen kaum Ängste und Nöte im Zusammenhang mit unseren Symptomen, von denen ich noch nichts gehört habe.