Meine persönlichen Empfehlungen für eine gelungene Therapie

In meinem Amazon- Partnershop habe ich interessante Bücher, effektive Supplemente und andere nützliche Dinge zum Thema Reizdarmsyndrom, chronische Erschöpfung, Mastzellaktivierung, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen usw. für Dich zusammengestellt. Wenn Du deinen Einkauf hier startest, kannst Du meine für die Leser und Zuschauer völlig kostenfreie, ehrenamtliche Arbeit unterstützen, ohne dass es dich auch nur einen zusätzlichen Cent kostet. Vielen Dank dafür!

Alle verlinkten Produkte besitze ich im Übrigen selbst und verwende diese aus Überzeugung! Von der Bauchhypnose, über Prä- und Probiotika bis hin zur low-FODMAP-Diät sind alle Konzepte wissenschaftlich begründet. Ich gehe selber sehr umsichtig mit meinen Finanzen um und empfehle deshalb nur wirksame Dinge.

 

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Meine persönlichen TOP-10 der hilfreichsten Produkte

Seit nunmehr annähernd 20 Jahren beschäftige ich mich inzwischen intensiv mit dem Thema Darmgesundheit und allem was dazugehört. Davon fast 20 Jahre als Betroffener und inzwischen sechs Jahre in meiner eigenen Praxis für Psychosomatik. Natürlich haben sich in dieser langen Zeit meine Sichtweisen und Ansätze verändert. Zum einen durch eigene therapeutische Erfolge und Misserfolge, die wertvollen Rückmeldungen meiner Klienten, Leser und Zuschauer und natürlich den wahnsinnigen Erkenntnisgewinn der modernen Forschung zu den Schwerpunkten Mastzellen, enterochromaffine Zellen, Darmbarriere, Lipopolysaccharide und natürlich(!) Mikrobiom und Hirn-(Mikrobiom)-Darm-Achse. 

 

Die folgenden 10 Produkte sind meines Erachtens die wertvollsten Hilfen bei der Therapie des Reizdarmsyndroms und anderer gastrointestinaler Erkrankungen. Auch wenn nicht jedes Produkt jedem Betroffenen Erleichterung verschaffen kann, schließlich sind unsere Erkrankungen individuell sehr heterogen, so haben sich diese Diäten, Wirkstoffe und anderen Therapien doch in Studien für viele Patienten als hocheffektiv herausgestellt. 

 

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen maximale Erfolge bei der Linderung deiner Beschwerden! Bitte besprich bitte jede geplante Therapie (auch Diäten) mit dem Arzt deines Vertrauens.

 

10.

Pfefferminzölkapseln werden schon seit Jahrzehnten als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Doch nur wenige wissen, dass sie in Studien zu den wirkungsvollsten Medikamenten beim Reizdarmsyndrom überhaupt gehören. So fassen Grigoleit und Grigoleit (2005) die Ergebnisse neun randomisierter doppelblinder und plazebokontrollierter Studien zusammen. Hoch konzentriertes Pfefferminzöl war dabei nicht nur den Plazebos deutlich überlegen (Ansprechrate 60% vs. 29%), sondern erzielte sogar die gleichen positiven Effekte wie das Spasmolytikum Mebeverin (Duspatal) bei milderen Nebenwirkungen! Das Fazit der Autoren lautet: "(...) sind Pfefferminzkapseln aktuell das Mittel der Wahl zur Behandlung der allgemeinen Symptome des Reizdarmsyndroms und zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit nicht bedrohlichen Verstopfungen oder Durchfällen". Zu ähnlichen Ergebnissen kamen spätere Metaanalysen (z.B. Ford et al. 2008; Khanna et al. 2014).


9.

Auf Platz 9 möchte ich gern zwei Produkte empfehlen, da sie sich einfach prima ergänzen und ich mich für keines der beiden als besser oder schlechter entscheiden möchte. Es handelt sich um die geführten Hypnotherapie-Audio-CDs "Schmetterlinge im Bauch" und "Darmhypnose". Beide CDs wurden von klinischen Experten (Dr. Winfried Häuser und Professor Martin Storr) entwickelt und beruhen auf dem etablierten Konzept der "gut-directed-hypnotherapy", welches sich seit den 1980er Jahren vor allem im britischen Manchester akademisch entwickelte. 

 

In seinem Review aus dem Jahre 2015 beschreibt Sisson, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass die medizinische Hypnotherapie für Patienten mit dem Reizdarmsyndrom hocheffektiv wirkt, sowie vor allem auch umfassende und langanhaltende Verbesserungen der Beschwerden erzielt. Erste vielversprechende Untersuchungen legen auch positive Effekte bei Reizmagen, Sodbrennen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (v.a. Kolitis) nahe. 

Peters und Kollegen (2016) zeigten, dass die Darmhypnose tatsächlich den Auswirkungen der FODMAP-Reduktion ebenbürtig ist und zwar ganz ohne Einschränkungen im Essverhalten. Was mag dann erst die Kombination dieser Therapien für uns Betroffene bereit halten?

Schließlich bewiesen Rutten und Kollegen (2017), dass das Üben der Hypnotherapie mittels Audio-CDs dem Besuch beim Hypnotherapeuten für die Reizdarmtherapie nicht unterlegen ist!


8.

Probiotika (lebensfähige Darmbakterien) sind ein heiß diskutiertes Thema. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, die zugeführten Bakterien würden sich in unserem Dickdarm ansiedeln und dadurch unsere Darmflora wieder gesünder und artenreicher machen, ist dies nach einvernehmlicher Meinung führender Wissenschaftler nicht der Fall. Probiotische Produkte helfen aber trotzdem, u.a. durch ihre Fähigkeit, das Immunsystem zu beeinflussen, antimikrobielle Wirkstoffe freizusetzen und die Darmbarriere zu stärken.

 

Besonders wichtig ist allerdings, dass die enthaltenen Stämme für den spezifischen Zweck ihres Einsatzes und natürlich bezüglich ihrer Sicherheit getestet wurden. Ki Cha und Kollegen testeten 2012 die in Darmflora plus select enthaltenen Stämme an Reizdarmbetroffenen. Diese berichteten signifikant häufiger eine adäquate Verbesserung der Symptomatik (48% vs. 12% Plazebo) und auch die Stuhlkonsistenz und die Lebensqualität der Probiotikagruppe verbesserten sich signifikant!


7.

Wenn ich meinen Klienten etwas über Flohsamenschalen erzähle, ernte ich oft das gleiche ungläubige Augenrollen wie bei der Empfehlung von Pfefferminzölkapseln. Beide Produkte scheinen oberflächlich betrachtet in die Mottenkiste der Reizdarmbehandlung zu gehören. Doch weit gefehlt!

 

Flohsamenschalen zählen zu den löslichen Ballaststoffen. Früher glaubte man, dass diese den Patienten helfen würden, indem sie einerseits den Stuhl eindicken würden und andererseits fähig wären, Wasser in den Darm zu ziehen. So erklärte man sich die positiven Wirkungen, welche sowohl an Durchfall- als auch Verstopfungspatienten beobachtet wurden. Doch es ist eigentlich alles viel spannender und toller: In ihrem Review aus dem Jahr 2017 halten El-Sahy und Kollegen fest, dass die Wirkungen weit über osmotische und transitstimulierende Effekte hinausgehen. Flohsamenschalen nehmen Einfluss auf die Produktion kurzkettiger Fettsäuren, das Mikrobiom und die Produktion verschiedener Botenstoffe des endokrinen Systems im Gastrointestinaltrakt. Sie schlussfolgern: "Die Supplementation löslicher Ballaststoffe, vor allem von Flohsamenschalen, ist sowohl sicher als auch effektiv zur Behandlung der allgemeinen Symptomatik des Reizdarmsyndroms".


6.

Die low-FODMAP-Diät ist die aktuell am besten erforschte Ernährungstherapie bei einem Reizdarmsyndrom. In ihrer Metaanalyse zeigten Altobelli und Kollegen (2017), dass eine FODMAP-Reduktion im Ernährungsverhalten von Reizdarmpatienten zu einer deutlichen Symptomverringerung, vor allem in den Bereichen Bauchschmerzen und Blähungen führt

FODMAP steht als Akronym für eine Gruppe kurzkettiger und schwer verdaulicher Kohlenhydrate. Diese entgehen der menschlichen Verdauung und gelangen so in den Dickdarm, wo sie von unserer Darmflora verstoffwechselt werden. Bei diesem Prozess entstehen Gase, welche im ersten Schritt zu Blähungen und Bauchschmerzen führen und in einem zweiten Schritt osmotische Effekte provozieren können, welche sich in Durchfällen äußern. Die Vermeidung des fermentierbaren Substrates unterbindet diesen Vorgang. Doch damit nicht genug! Neuere Studien zeigen die Langzeitwirkungen der FODMAP-Reduktion: Ein Zuviel an FODMAPs verändert unsere Darmflora zugunsten gram-negativer Bakterien. In deren Zellmembranen befinden sich Lipopolysaccharide, welche bei ihrer Freisetzung unsere Darmbarriere schädigen und das darmeigene Immunsystem aktivieren (Mastzellen->Histamin->Mikroentzündungen). Sehr anschaulich demonstriert wurde dies in der Studie von Zhou und Kollegen (2018). Die FODMAP-Reduktion machte diese Effekte rückgängig!

 

Das FODMAP-Konzept von Carine Buhmann ist meiner Einschätzung nach die beste deutsche Einführung in das Thema. Es ist sehr hochwertig gestaltet, bietet viele Informationen - ohne dabei den Leser zu überfordern -, und verfügt über zahlreiche leicht umsetzbare Rezepte und Küchentipps.

Der FODMAP-Kompass von Professor Martin Storr hingegen ist die perfekte Einkaufs- und Planungshilfe, wenn man mit der Diät beginnt. Hier wurden die theoretischen Erklärungen so knapp wie möglich gehalten, um dem eigentlichen Inhalt, den detaillierten Lebensmitteltabellen, den nötigen Raum zu geben. Unverzichtbar für alle FODMAP-Anwender!


5.

Der Allergo-Screen Plus ist ein Bluttest des Labors medivere:diagnostics (99,00€). Nach der unkomplizierten Entnahme von Blut aus der Fingerkuppe und dem Versand der Probe an das Labor, erfolgt eine umfangreiche Testung allergischer Reaktionen anhand der Bestimmung der Konzentrationen von spezifischem Immunglobulin E (IgE). 

In Studien zeigten bis zu 68% der von einem Reizdarmsyndrom betroffenen Patienten Anzeichen für eine IgE-assoziierte Nahrungsmittelallergie (Andre´et al.,1995). Eine beeindruckende Interventionsstudie bestätigte außerdem die Relevanz von Nahrungsmittel- und anderen Allergien beim Reizdarmsyndrom. Nach der Umstellung auf eine Eliminationsdiät, welche die IgE-reaktiven Lebensmittel ausschloss, berichteten die zuvor therapieresistenten(!) Reizdarmbetroffenen über signifikante Verbesserungen sowohl ihrer Bauchschmerzen, der Stuhlfrequenz und auch der Lebensqualität. Noch faszinierender: Nach knapp einem Jahr mit dieser Ernährungsumstellung stimmten alle Teilnehmer den Aussagen "Ich habe keine oder nur minimale Probleme mit meinem Reizdarm" und "Ich habe das Gefühl der Kontrolle über meinen Darm" zu (Drisko et al.,2006). 

Die Testung auf Nahrungsmittel- und andere Allergien ist deshalb für mich der zweitwichtigste diagnostische Schritt zur Einleitung einer wirkungsvollen und vor allem zielgerichteten Therapie chronischer Darmerkrankungen.


4.

Das Autoimmun-Paleo Kochbuch führt großartig gestaltet und praktisch geschrieben ein in die Welt der so genannten "Steinzeiternährung" oder "Paleo-Diät", welche auf der Hypothese beruht, dass sich unser Verdauungstrakt und unser Immunsystem über viele Millionen Jahre an eine artspezifische Kost angepasst haben, während Getreide, Milchprodukte, Industrie-Zucker und die "Segnungen" der modernen Lebensmittelchemie erst sehr spät in dieser Evolution auftauchten und dadurch zu erheblichen Problemen führen. Sicherlich kann man darüber streiten, ob dieses Ernährungskonzeptes treffend gewählt ist, oder inwieweit sich die Interpretation der "modernen" Steinzeitkost mit dem historischen Vorbild deckt. Doch gerade für uns Darmpatienten muss festgehalten werden: Die Paleo-Diät wirkt einfach Wunder! 

 

So konnte etwa gezeigt werden, dass auch die moderne Form der Paleokost zu einem Mikrobiom führte, dass bezüglich seiner Biodiversität (Artenreichtum), einem der wichtigsten Parameter für die Darmgesundheit, am ehesten mit jenem traditioneller Jäger-Sammler-Kulturen vergleichbar war (Barone et al.,2019). Sie war in diesem Punkt sogar der viel gepriesenen Mediterranen Diät überlegen. 

Doch auch klinisch durfte die Steinzeiternährung ihre Fähigkeiten bei der Linderung chronischer Darmerkrankungen schon unter Beweis stellen. Eine elfwöchige Ernährungstherapie mit dem Autoimmun-Protokoll (siehe Buchempfehlung) führte dabei zu einer signifikanten Reduktion der krankheitsspezifischen Aktivitäts-Indizes von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, einer Verminderung des Entzündungsmarkers Calprotectin um 75% und verbesserten endoskopischen Befunden durch den Gastroenterologen (Konijeti et al.,2017). Die erreichten Fortschritte mit der Paleo-Diät verbesserten außerdem die Lebensqualität der Patienten, ihr Stresserleben und ihre Leistungsfähigkeit (Chandrasekaran et al.,2019). 

 

Im Übrigen gleicht das Paleo-Prinzip stark der Speziellen Kohlenhydratdiät (SCD), der unter Patienten wohl am weitesten verbreiteten Diät zur Linderung von Darmbeschwerden, welche inzwischen auch in vielen Krankenhäusern als Methode der Wahl gilt (Obih et al.,2015), obwohl die von dem Gastroenterologen Dr. Haas und der Biochemikerin Elaine Gottschall entwickelte SCD auf gänzlich anderen Theorien und Prämissen basiert.


3.

Schon seit vielen Jahren wird, gerade von Seiten der Naturheilkunde und der Funktionellen Medizin, die Aminosäure L-Glutamin als wahres Wundermittel bei der Rehabilitation einer gestörten Darmbarriere angepriesen. Denn schon frühzeitig zeigten Untersuchungen an Modellorganismen und später auch am Menschen, dass Glutamin einer der Hauptnährstoffe zum Erhalt der Integrität unserer Darmbarriere ist, bei dessen Mangel es zu einer Atrophie der Mikrovilli, sowie einer verminderten Expression der tight-junction Proteine und somit einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmbarriere kommt (Achamrah et al.,2017). Eine Hyperpermeabilität der Darmbarriere im Sinne eines "Leaky Gut Syndroms", mitsamt dem daraus resultierenden mangelnden Schutz vor Nahrungsproteinen (Allergie), bakteriellen Endotoxinen (LPS-gramnegative Bakterien) und Infektionen, ist bei allen hier auf dem Blog im Fokus stehenden Erkrankungen einer der wichtigsten Krankheitsmechanismen. So nachgewiesen u.a. für ...

Trotz dieser Daten hielten sich viele Wissenschaftler und Ärzte aufgrund fehlender kontrollierter klinischer Studien an tatsächlich Erkrankten mit Empfehlungen zurück. Doch inzwischen sind die beinahe als bahnbrechend zu bezeichnenden Wirkungen des Glutamins auch in diesem Kontext gut belegt. Eine randomisierte und plazebo-kontrollierte Studie an Reizdarmpatienten berichtete beispielsweise eine 14-fache Überlegenheit des Glutamins (3x5g täglich) gegenüber den Plazebogaben bei der Verbesserung des globalen Symptomscores (Zhou et al.,2019). Weiterhin verbesserte sich der Schweregradscore von 301 auf 181 (also vom Reizdarmsyndrom schwerer Ausprägung hin zu einem moderater - fast milder - Ausprägung), die Stuhlfrequenz von 5,4 auf 2,9 durchschnittliche Stuhlgänge pro Tag und die Stuhlkonsistenz von einer 6,5 (wässriger Durchfall) zu einer geformten 3,9.  Glutamin gehört damit, neben der Dinatrium-Cromoglicinsäure (DNCG) und der Stuhltransplantation, zu den effektivsten in Studien getesteten Therapiemöglichkeiten des Reizdarmsyndroms! 

 

Besonders sinnvoll ist die regelmäßige Einnahme von Glutamin im Rahmen chronischer Darmerkrankungen, der Fibromyalgie oder des Chronischen Erschöpfungssyndroms, wenn wichtige Labormarker wie Zonulin, Alpha-1-Antitrypsin etc. auf das Vorliegen einer gestörten Darmbarriere hinweisen (siehe Empfehlung Platz 1).

 


2.

Platz zwei belegt in meiner persönlichen Aufstellung das Präbiotikum Bimuno. Bei Bimuno handelt es sich um ein Beta-Galaktooligosaccharid. Ein Präbiotikum bezeichnet im Gegensatz zu einem Probiotikum nicht lebensfähige Darmbakterien, sondern einfach ausgedrückt, das Futter für unsere bakteriellen Bewohner. Bimuno entzieht sich der menschlichen Verdauung und gelangt somit in den Dickdarm, wo es selektiv von probiotischen Stämmen (nämlich Laktobazillen und Bifidobakterien) verwertet wird. Dies führt zu einem sprunghaften Anwachsen dieser Kolonien mit allen positiven Effekten (mehr für die Darmgesundheit nützliche Endprodukte, Verdrängung potentiell problematischer Keime). 

Bimuno wurde in wissenschaftlichen Studien an Reizdarmpatienten getestet: So beobachteten beispielsweise Silk et al. (2009) eine deutliche Vermehrung der Bifidobakterien, deutlich verbesserte Flatulenzen und Blähungen, eine positive Beeinflussung der Stuhlkonsistenz, den Rückgang des allgemeinen Symptomscores und sogar die Linderung von Ängsten!

 

Das Beta-Oligosaccharid Bimuno ist aber auch unabhängig von diesen tollen Ergebnissen zu empfehlen, denn es wirkt den negativen Auswirkungen der low-FODMAP- und glutenfreien Kost entgegen, welche nachweislich die Population probiotischer Bakterien minimieren. Bimuno ist innerhalb der low-FODMAP-Diät verträglich.  


1.

Auf dem für mich unangefochtenen ersten Platz meiner Empfehlungen zur Besänftigung von Darmerkrankungen landet der neue Stuhltest Mikrobiom Plus von medivere:diagnostics (252,11€). Wie viele treue Leser und Zuschauer wissen, war ich nie besonders begeistert von den alten Mikrobiomanalysen via Stuhlkultur. Nun hat medivere:diagnostics den entscheiden Schritt getan und holt die neueste Generation der molekularbiologischen Mikrobiomanalyse nach Deutschland! Die angewandte DNA-Sequenzierung ermöglicht endlich die vollständige Erfassung deiner Darmbakterien (auch der vorher nicht nachweisbaren anaeroben Keime) und damit auch Beurteilungen hinsichtlich der Biodiversität. Sowohl die Qualität der Komposition als auch die Biodiversität spielen eine bedeutende Rolle beim Reizdarmsyndrom (Pimentel & Lembo,2020) und ihre individuelle Analyse ermöglicht wertvolle Hinweise für die Einleitung der besten Therapie (Chumpitazi et al.,2015).  So gibt etwa ein "FODMAP-Index" Auskunft darüber, wie sinnvoll der Beginn einer dauerhaften Reduktion der kurzkettigen fermentationsfähigen Kohlenhydrate ist.

 

Zusätzlich zur vollständigen Erfassung des Mikrobioms erhält man nach der Abgabe seiner Stuhlprobe die quantitativen Bestimmungen von von zahlreichen Parametern, welche in die Pathogenese des Reizdarmsyndroms und anderer Darmerkrankungen involviert sein können und deren zielgerichtete Behandlung häufig zu einer starken Besserung der Beschwerden führt.

  1. Hefepilze/Candida albicans (Erdogan & Rao, 2015)
  2. Verdauungsrückstände und Pankreas-Elastase (Leeds et al.,2010)
  3. Zonulin, sekretorisches IgA und Alpha-1-Antitrypsin -> Darmbarriere und lokaler Immunstatus (Singh et al.,2019)
  4. Calprotectin -> Entzündungen (Emmanuel et al.,2015)
  5. Gallensäurensekretion (Cammileri,2015)

Beim Stuhltest Mikrobiom Plus handelt es sich meines Erachtens um den umfangreichsten und fortschrittlichsten Stuhltest im deutschsprachigen Raum. Mit den zahlreichen erhobenen Markern konnten bereits unzählige Betroffene neue Impulse in ihre Therapie einbringen und große Fortschritte erzielen.